Redaktionelles

LebensRaum - Leben in einer spirituellen Gemeinschaft

Auch in dieser Ausgabe möchte ich sie über den aktuellen Stand des Gründungsprozesses informieren.

Besuch einer Gemeinschaft
Vom 22. bis 25.04.04 besuchten TeilnehmerInnen des LebensRaum-Kreises das Intersein-Haus in Niederbayern. In dem Seminarhaus, das von LehrerInnen der Thich Nhat Hanh -Tradition geleitet wird, leben Menschen in einer Sangha (Gemeinschaft) zusammen.
Wir meditierten zusammen und führten sehr offene Gespräche mit den Bewohnern und den beiden LeiterInnen Helga und Karl Riedl.
Mir wurde in diesen Tagen deutlich, wie wichtig für eine Lebensgemeinschaft eine Übereinstimmung über die Form des Zusammenleben ist. Diese Übereinstimmung kann sich erst bilden, wenn genügend Austausch stattgefunden hat und ein gleiches Verständnis der Lehre entwickelt wurde. Außerdem sind regelmäßige Begegnungen, die gegenseitiges Vertrauen schaffen, von grundlegender Bedeutung.

Klarheit über die Grundlagen
Der Kreis der Interessenten am LebensRaum ist recht groß und enthält sehr verschiedene Vorstellungen über Gemeinschaftsleben. Viele grundsätzliche Fragen über die Form und Struktur einer Gemeinschaft müssten erst noch geklärt und abgesprochen werden, soweit dies im Vorfeld überhaupt möglich ist. Wofür steht der LebensRaum, was ist sein Weg?
Der gemeinsame Weg wird m. E. erst klar, wenn gemeinsame Erfahrungen gemacht wurden und deutlich werden konnte, ob Übereinstimmung besteht. Zumindest gilt das für meinen Ansatz, da ich, wie ich erst allmählich durch den Gründungsprozess des LebensRaums erkannt habe, sehr konkrete, feste Vorstellungen über die Struktur und Form dieser Gemeinschaft habe. Mir wurde im Kontakt mit Interessenten und deren Ansätzen für ein Gemeinschaftsleben deutlich, dass ich eine spezielle Form von Gemeinschaft gründen möchte, die sich auf eine Achtsamkeitspraxis bezieht, wie ich sie besonders im Kloster von Thich Nhat Hanh in Plum Village erfahren habe. Von zentraler Bedeutung ist für mich die konsequente achtsame Kommunikation, die das achtsame Denken und verstehende Mitfühlen enthält.

Konzentration auf die Achtsamkeitskreise
Nach meinem Besuch im Intersein-Haus habe ich mich für eine neue Vorgehensweise zur Gründung des LebensRaums entschlossen. Ich sehe nunmehr eine Teilnahme an den Achtsamkeitskreisen und -tagen des StadtRaums als unverzichtbare Vorraussetzung an. Zudem sollte die Person wirklich klar mit ihrer Praxis sein und diese auch konsequent in ihrem Alltag umsetzen. Angesprochen sind also zuerst Menschen, die bereits im StadtRaum praktizieren und Erfahrungen gesammelt haben. Daraus ergibt sich, dass der LebensRaum mit einer kleinen Gruppe von Menschen beginnen wird und es zur Zeit keiner weiteren Aktivitäten zur Gründung bedarf. Daher konzentriere ich mich vorerst auf die Menschen, die bereits regelmäßig die Achtsamkeitskreise besuchen und gründe mit Interessierten aus diesen Kreisen den LebensRaum. Die Achtsamkeitskreise sind auch weiterhin offen für alle Interessierten.

Werner Heidenreich


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