| Redaktionelles |
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Liebe Freundinnen und Freunde, seit wenigen Tagen bin ich zurück aus der Türkei. Wunderbare Tage mit viel Sonne, herrlichen Blüten und einem ruhigen und einladend warmen Meer habe ich dort mit Freundinnen und Freunden aus den verschiedenen Abendgruppen verbracht. Zwei Kinder im Alter von 5 Jahren haben uns begleitet und neben den vielen Möglichkeiten am Meer und im Wasser zu spielen ausgerechnet das Erklingen der Glocke zum Essen und das folgende Schweigen besonders geschätzt. Zurück in Köln hatte meine Schwester bereits veranlasst, dass die neuen Vorhänge für unseren großen Raum angebracht werden und wir nun einen wesentlich attraktiveren Raum für unsere Gäste anbieten können. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit unserem Bemühen, den StadtRaum stärker zu einem Ort der ruhigen und entspannenden Begegnung werden zu lassen. Begegnung bieten auch die in den letzten Jahren immer stabiler gewordenen Meditations- und Achtsamkeitsgruppen. Viele der regelmäßigen Besucher konnten eine tiefe Praxis im achtsamen Sprechen, was vielleicht auch mit gewaltfreier Kommunikation zu übersetzen wäre und in ihrem Alltag aufbauen. Eine Kreis von Menschen ist so entstanden, der sich über die regelmäßigen Treffen hinaus zu Achtsamkeitstagen, -wochenenden und auch zu gemeinsamen Besuchen von „Retreats", Rückzugtagen in spirituellen Zentren wie z. B. dem Kloster von Zen-Meister Thich Nhat Hanh in Plum Village (Südfrankreich) treffen. Mit diesen und den hinzukommenden Menschen möchte ich den StadtRaum noch mehr zu einem Ort werden lassen, der für Achtsamkeit, Frieden und Glück steht. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen fordern uns alle immer mehr heraus und keiner weiß, wann wie wo eine neue Katastrophe stattfindet. Leider ist es heute eher wahrscheinlich, dass schon bald wieder mit irgend einem Anschlag, mit einem neuen Krieg wie möglicherweise gegen den Irak, einem Zusammenbruch unseres Finanzsystems oder einer Naturkatastrophe zu rechnen ist. Viele Menschen erleben sich immer mehr unter Druck und fühlen sich allein. Der StadtRaum kann das nicht verhindern, aber wir können beginnen, uns zu unterstützen und uns zu üben in konkreten Schritten wie z. B. dem achtsamen Sprechen, das ein Sprechen von Herz zu Herz werden kann, ein Sprechen, das auch unser Denken formt und das unsere Gefühle zum Ausdruck bringt, ohne das sie uns und andere überwältigen oder verletzen. Die gemeinsame Praxis, sich miteinander Austauschen und das regelmäßige Zusammensein auch mal über Tage hinweg, baut eine Gemeinschaft auf, die sich harmonisch unterstützt und so jedem einzelnen Kraft und auch konkrete Hilfe für seinen Alltag schenkt. Vielleicht ist unser Handeln ein Beitrag zur Unterstützung von Menschen, die ein Leben führen möchten, das Liebe und Vertrauen zulässt, das Ruhe und Besinnung kennt und das die Würde eines jeden Menschen im vollen Umfang schätzt. Ich freue mich an diesem Prozess mitwirken zu dürfen und ich danke an dieser Stelle all den vielen vielen Menschen die unsere Arbeit unterstützten und weiterhin unterstützen. Werner Heidenreich |